Da uns ein verantwortungsvoller Umgang mit Natur, Umwelt und Lebensmitteln wichtig ist, haben wir unsere Oliven von Anfang an ohne Einsatz von chemischen Spritz- und Düngemitteln bewirtschaftet. Wegen des bürokratischen Aufwands sind wir aber vor einer Bio-Zertifizierung zurückgeschreckt. Anfang 2017 hatten wir nun die Möglichkeit zwei wunderschöne, bereits bio-zertifizierte Olivenfelder von unserem Nachbarn zu kaufen. Dies war für uns die Gelegenheit das Thema jetzt doch anzugehen. Wir haben das Zertifikat, mit den dazugehörenden Verpflichtungen übernommen und auch für unsere ursprünglichen Olivengrundstücke die Zertifizierung beantragt. Die damit verbundene Bürokratie samt Kontrollen vor Ort sind für uns eine völlig neue Herausforderung.

Jetzt stehen in unseren Olivenhainen etwa 500 Bäume der Sorten Olivastra, Frantoio und Leccino um die wir uns rund ums Jahr kümmern. Ein altes italienisches Sprichwort legt dem Olivenbaum folgende Worte in den Mund: „Mach mich arm, dann mach ich dich reich“. Und in der Tat gehört zur Pflege der Bäume das regelmäßige Schneiden am Ende des Winters. Anschließend treiben sie kräftig aus und bringen bei gutem Olivenwetter reiche Ernte.

 

Wir ernten im November im Familien- und Freundeskreis. Davor werden die Olivenhaine gemulcht und gemäht. Unter den Bäumen werden große Netze auf den Boden gelegt, in denen sich die geernteten Oliven sammeln Sie werden von uns umgehend in eine mechanische Ölmühle zum Pressen gebracht. Dort werden die Oliven bei höchstens 27° Celsius zu einer Paste zermahlen. Eine Zentrifuge trennt anschließend feste Bestandteile, Wasser und Olivenöl. Das frisch gepresste Olivenöl ist von gelbgrüner Farbe. Die verschiedenen Olivensorten sind der Grund für den speziellen, fruchtigen und leicht pfeffrigen Geschmack.

Im Laufe der Monate wird das Öl immer milder. Der Gehalt an freien Fettsäuren liegt bei unter 0,2%. Aufgrund von Herstellungsbedingungen und Eigenschaften darf unser Öl die Bezeichnung „natives Olivenöl extra, kaltgepresst“ führen.

Wir bringen das Olivenöl in Edelstahlbehältern nach Deutschland, füllen es in Flaschen und Kanister und bieten es auf verschiedenen Märkten an.

     
     
Olivensorten    
Ölbaum ist nicht gleich Ölbaum. Es gibt über 1000 Sorten mit sehr unterschiedlichen Wuchsformen, Früchten und Eigenschaften. Allen ist aber gemeinsam, dass sie langsam wachsen, sich durch ihre tiefen Wurzeln auch   noch Wasserreserven in mehreren Metern Tiefe erschließen und über den Wind bestäubt werden. Unsere Bäume gehören zu den Sorten Olivastra, Frantonio und Leccino.
     
Olivastra    
Das Vorkommen dieser beeindruckenden, hohen Bäume ist auf einige Zonen in den Provinzen Grosseto und Siena beschränkt. Es ist eine alte Sorte, die mit dem raueren Klima am Monte Amiata zurechtkommt und deshalb auch „Olivo dell’ Amiata“ genannt wird. Im Vergleich zu anderen Olivensorten wachsen die jungen Bäumchen sehr langsam und brauchen bis zur ersten Ernte etwa sieben Jahre. Dafür sind sie widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge.   Sie können sich nicht selbst bestäuben, sondern brauchen dazu andere Olivensorten wie z.B. Frantoio oder Leccino. Die Früchte, die sie hervorbringen. Sie sind schwarzviolett, klein und rund wie Beeren. Die Oliven haben einen großen Kern, wenig Fruchtfleisch und werden wegen ihres hohen Ölgehalts ausschließlich zur Ölgewinnung verwendet. Das Öl hat einen besonderen Geschmack, ist fruchtig und mild.
     
     
Leccino    
Der Ursprung dieser Ölbaumsorte ist noch nicht vollständig geklärt, man vermutet ihn aber in der Gegend von Florenz oder Pistoia. Mittlerweile werden diese Bäume nicht nur in ganz Italien, sondern in fast allen außeritalienischen Hauptanbaugebieten kultiviert, weil auch sie in Bezug auf Kälte, Nebel und Wind nicht allzu empfindlich sind.   Der Wuchs ist kleiner als bei der Olivastra, die Krone ist dicht und die Äste sind leicht hängend. Die schwarzen, eiförmigen Oliven werden überwiegend zu Olivenöl verarbeitet. Das daraus gewonnene Öl ist etwas pfeffrig und sehr wohlschmeckend.
     
     
Frantoio    
Diese Ölbaumsorte bezeichnet man wegen ihrer länglichen Fruchtform auch als „Oliva lunga“. Sie stammt zwar aus der Tosana, hat aber wegen ihres hochwertigen, feinen und aromatischen Öls mittlerweile in allen Olivenanbaugebieten der Welt Einzug gehalten.   Die Oliven sind bei der Ernte grün bis violett und wachsen an den Enden von dünnen, langen Zweigen. Die Bäume haben eine mittlere Wuchshöhe und leicht hängende Äste. Sie sind selbstbestäubend, aber auch gute Bestäuber für andere Sorten.
     
 
Das Olivenöl findet bei uns nicht nur in der Küche, sondern auch bei der Körperpflege Verwendung
Wir stellen daraus selbst gerührte Seifen ohne Einsatz von Farb- und Konservierungsstoffen her.
     
Olivenölseife    

Wegen seinem hohen Anteil an Wirkstoffen wie z.B. Vitamin E, Phenole und Flavonoide eignet sich Olivenöl nicht nur für die Küche, sondern auch für die Körperpflege. Schon seit dem Altertum wird es in der Kosmetik verwendet. Wir sieden in Handarbeit aus Olivenöl eine hautfreundliche Seife.

Aus 100% Olivenöl bereiten wir unter Zusatz von Lauge eine Seifenmasse, die wir in große Formen gießen. Nach dem Verseifungsprozess schneiden wir den Seifenblock in kleine, handliche Stücke.

 

Deshalb sind unsere Seifen in Form, Farbe und Gewicht immer ein bisschen unterschiedlich. Unser Seifenrezept kommt ohne die Zugabe von Farb-, Duft- oder Konservierungsstoffen aus. Damit die Seifen schön rückfettend werden, achten wir darauf, dass wir sie leicht überfetten, das heißt, sie haben noch einen Anteil von
5 bis 10% an unverseiftem Öl.

Unsere Seifen behalten Form und Konsistenz, wenn sie nach dem Gebrauch trocken gelagert werden.

     

• Olivenölseife
Zutaten: 100 % verseiftes Olivenöl,
schwach duftend mit kleinporigem dichten Schaum

Unsere Seifen behalten Form und Konsistenz, wenn sie nach dem Gebrauch trocken gelagert werden.